Vereinswettbewerb 2011
3. Platz beim Vereinswettbewerb / 10.000€ gewonnen!

Die Sieger beim großen Vereinswettbewerb des SÜDKURIER Medienhauses und der Sparkasse Schwarzwald-Baar stehen fest. Beim Finale im Treffpunkt Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen war gestern, Donnerstagabend, der Jubel groß: Auf den ersten Platz kam mit deutlichem Vorsprung die DJK Donaueschingen; 20 000 Euro gehen an die Ehrenamtlichen. Den zweiten Platz erreicht die Narrozunft Villingen-Schwenningen, sie erhält 15 000 Euro. Auf dem dritten Platz landet der FC Vöhrenbach und gewinnt damit 10 000 Euro. Rund 200 Vereine haben sich beim zweiten Vereinswettbewerb beteiligt. Mehr als 100 000 Euro Preisgeld gehen an insgesamt 30 Vereine, die von den SÜDKURIER-Lesern in die Endrunde gewählt wurden.



Integrationsprojekt findet den größten Anklang
Schwarzwald. In Vöhrenbach werden heute die Sektkorken knallen: Der Fußballclub 1926 hat beim Vereinswettbewerb von SÜDKURIER und Sparkasse Schwarzwald-Baar den großen Wurf gelandet. Sein Integrationsprojekt gefiel in der Wettbewerbsregion Schwarzwald (entsprechend 416 Stimmen)am besten.

Platz 1: Jugendarbeit und Integration werden beim FC 1926 Vöhrenbach groß geschrieben. Deshalb erntete die Idee, das gemeinsame Sporterlebnis mit einem Raum für gemeinsamen Freizeitspaß zu kombinieren, im Schwarzwald die meisten Stimmen des Vereinswettbewerbs.
Deshalb nimmt der Ansatz, junge Ausländer von der Straße weg in den Verein zu holen, jetzt am Finale teil. In Konkurrenz mit der Narrozunft Villingen und der Jugendabteilung der DJK Donaueschingen geht es jetzt noch darum, sich 15 000 oder gar 20 000 Euro für das Vereinsvorhaben zu sichern. Dass gemeinsames Kicken junge Menschen zusammenschweißt, weiß man in der Stadt mit hohem Ausländeranteil schon länger. So stehen beim FC Vöhrenbach die Trainingsmöglichkeiten, Spielflächen und Geräte durchaus zur Verfügung. Der Wettbewerbsgewinn (10 000 Euro sind sicher) soll helfen, einen Raum für das gesellige Zusammensein zu ermöglichen. Auf dem zweiten Platz konnten sich die Sportfreunde Schönenbach platzieren. Ihr Vorhaben, ihr in Eigenarbeit erstelltes Vereinsdomizil mit einem behindertengerechten Eingang zu versehen, brachte 375 Abstimmungscoupons, gleichbedeutend mit 7500 Euro. Auch das dritte Preisgeld bleibt im oberen Bregtal. Der Skiclub Furtwangen mobilisierte mit seinem Projekt, am Großhausberg eine Moutainbike-Trainingsstrecke für Downhill- und 4-Cross-Wettkämpfe einzurichten, 288 Stimmen. 4000 Euro sind ein mehr als passabler Grundstock. Mit einem Kunstrasenplatz, der nach zehnjährigem Ringen in diesem Sommer umgesetzt wird, erhofft sich der FC Viktoria Peterzell eine attraktivere Jugendarbeit und mehr Motivation bei den Aktiven. Weil trotz Zuschüssen noch Geld fehlt, kommen die 2000 Euro aus dem Wettbewerb sehr gelegen: Platz vier mit 221 Stimmen. Die weiteren Sieger dürfen sich jeweils über 1000 Euro freuen. Die Skizunft Brend plant langfristige Verbesserungen an der Loipenanlage auf der Martinskapelle: 139 Stimmen sicherten Platz fünf.
Kinder motorisch zu festigen und sportlicher zu machen, steht hinter dem Projekt 'Turnbock' des Turnvereins St. Georgen. Anleitung und Helfer brauchen Geld. 128 Wettbewerbsteilnehmer sahen das genauso. Platz sieben geht an den Verein der Hundefreunde St. Georgen. Er hat zwei Initiativen gestartet, die das Miteinander von Zwei- und Vierbeinern stressfreier gestalten sollen. Dabei gehen die Mitglieder mit ihren Hunden auch in Schulen und Kindergärten. 'Wau!' und 105 Stimmen.
Der Verein Bregtalbad in Furtwangen, der seit dieser Saison das Freibad in privater Regie betreibt, kam mit 99 Stimmen auf den achten Platz, vier Stimmen weniger sammelte der Skiclub Urach ein. Auch in dem Vöhrenbacher Ortsteil soll mit einer Mountainbike-Trainingsstrecke die Basis geschaffen werden, talentierte Jugendfahrer zu fördern. Den Reigen der 'Top Ten' im Schwarzwald schließt der FC Schönwald. Die Fußballer haben für Kinder und Jugendliche einen Bolzplatz angelegt. Beleuchtung um Umrandung fehlen noch. 83 Stimmen sichern dem Projekt eine 1000-Euro-Spritze.
Vielen Dank für Eure Unterstützung!!!
Wir sind Regionsieger geworden und sind im Finale!
Unterstützt den FC 1926 Vöhrenbach beim Vereinswettbewerb von Sparkasse und Südkurier
Liebe Mitglieder und Freunde des FC, viele wissen ja bereits, dass wir am Vereinswettbewerb von Sparkasse und Südkurier teilgenommen haben und in die Endausscheidung gekommen sind. Das ausgelobte Preisgeld können wir mehr als nur gebrauchen. Die zehn Vereine, die die meisten Stimmen erhalten, erhalten ein Preisgeld, der Sieger bekommt sogar 20.000 Euro Preisgeld. Und nun seid Ihr dran: Nehmt einfach an dem Abstimmungsverfahren des Südkurier teil und stimmt für uns. Und so geht´s:Eine Abstimmkarte erhalten Leser des Südkurier mit den Samstagausgaben am 14. Mai, am 21. Mai und am 28. Mai. Achtung: Pro Absender geht nur eine Abstimmkarte für einen ausgewählten Verein pro Woche in die Wertung. Jedes der im Südkurier erscheinenden Vereinsportraits trägt eine Nummer. Die Leser können die Nummer ihres Favoriten in die Abstimmkarte eintragen. Pro Woche kann jeder Leser einen Favoriten auswählen. Jeder Leser kann im Verlauf der drei Wochen bis zu drei Vereinen je eine Stimme geben. Werden von einem Absender mehrere Stimmkarten für ein und denselben Verein abgegeben, sind alle bis auf eine ungültig. Eure Stimmkarte könnt ihr frankiert absenden oder in jeder Filiale der Sparkasse Schwarzwald-Baar oder des Südkurier abgeben. Einsendeschluss ist der 10. Juni 2011.
Auch wer abstimmt, gewinnt: Der Wettbewerb ist lukrativ. Wer eine Abstimmkarte abgibt, der kann als Leser einen von drei Geldpreisen gewinnen: Ausgelobt sind hier in jeder der drei Regionen einmal 1000, einmal 500 und einmal 250 Euro.

Unser Projekt lautet:"Weg von der Straße-rein in den Verein"
Vöhrenbach. 'Unser Ziel sind Räume für die Jugend, wo wir gemeinsam arbeiten und Spaß haben können', umschreibt Ümit Serdar. Er ist stellvertrender Jugendleiter beim Fußballverein FC 1926 Vöhrenbach.
Ümit Serdar (rechts) lädt mit dem Vorsitzenden Andreas Ketterer zum wöchentlich stattfindenden Schnupperspiel auf dem Fußballplatz bei der Josef-Hepting-Schule ein.
Bild: Wild
Er ist auch Integrationsbeauftragter der Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil im Oberen Bregtal. Als echter Vöhrenbacher mit türkischem Elternhaus weiß er genau, welcher Wertewandel gerade in seinem ethnischen Hintergrund stattgefunden hat. War sein Vater noch die absolute Autorität in der Familie, so konnte er ihm doch nicht helfen beim Weg durch die Bildungsstationen ins Leben einer modernen Industriegesellschaft.
Genau da setzt das Projekt 'Integration junger Migranten durch Sport im Verein' an. Für alle Mitbürger spürbar, haben die Zusammenrottung jugendlicher Störenfriede und die zerstörerischen Auswüchse gärender Kräfte im Stadtbild schon merklich nachgelassen. Ganz wesentlich ist dabei, dass mit der Betreuung durch Trainer und Trainerinnen des FC 1926 am Freitagnachmittag die Hebel schon sehr früh angesetzt werden. Hierzu fehlt ein Raum für das gesellige Zusammensein. Diesen zu schaffen ist die Intension der Teilnahme am Vereinswettbewerb.
Dabei stellt die Stadt durchaus Räume für benötigte Geräte und Spielflächen zur Verfügung. Die freiwilligen Helfer des Vereins lenken über den Spaß am Spiel mit dem Ball die jungen Kräfte in sozial verträgliche Bahnen. Fußball ist ein Mannschaftsspiel, wo jeder seine besondere Begabung für die Teamleistung ausloten kann. Jeder kann hier lernen, dass Stars, die das Runde ins Eckige befördern, nichts sind ohne die geschickten Zuspieler. Wie im Ligasport, spielt dabei die Herkunft keine Rolle.
Über das Spiel hinaus wird sozial verankert, was eine Stadt lebenswert macht, indem man gemeinsam wegräumt, was man in Unordnung gebracht hat. Integriert ins gesellschaftliche Leben des Städtle sind die Vereinsmitglieder auch an der Fasnet und mit über 80 Helfern beim Stadtfest oder beim Grümplerturnier. Durchaus verdienstvoll ist auch das Verteilen der Gelben Säcke.
Über das schwindende Gefühl, ausgegrenzt zu sein, wächst die Lust am Lernen. Das zeigt sich ganz deutlich an jenen jugendlichen Vöhrenbacher Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund, die den Sprung in Realschule und Gymnasium geschafft haben. Leistung muss sich lohnen, und deshalb gebt es beim Verein immer wieder gemeinsame Ausflüge oder Zeltlager. Kein Platz also für Langeweile, in der oft der Keim für zerstörerische Ausbrüche liegt.
Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eine Chance für alle Beteiligten, ist sich Serdar mit seinen Vereinsverantwortlichen einig. Bildung ist dabei der Schlüssel. Die Bildung kann auch in Sportvereinen mit Teamgeist, Kameradschaft und verantwortlichem Handeln verankert werden.